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Resilienz

Resilienz bedeutet für mich Widerstandsfähigkeit. Die Fähigkeit Lebenskrisen wie schwere Krankheiten, lange Arbeitslosigkeit, Verlust von nahestehenden Menschen durch eigene Kraft und Mithilfe Familie und Freunden zu bewältigen.

Es geht vorallerdingen darum die Fähigkeit zu entwickeln nicht aufzugeben, sondern weiterzumachen. Ganz nach dem Motto – Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen … Wer an sich glaubt, hat eine grössere Ausdauer bei der Bewältigung von Aufgaben und wird erfolgreicher unterwegs sein.

Wunder beginnen dann, wenn wir unseren Träumen mehr Energie geben, als unseren Ängsten.

Humor

Humor bedeutet für mich den alltäglichen Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen oder andere Menschen zum Lachen zu bringen. Bei schwarzem Humor wird meist eine erste Handlung ins Satirische gezogen oder verharmlost. Nicht selten löst er Debatten aus, ob man sich über z.B. Krankheit, religiöse oder sexuelle Themen überhaupt lustig machen darf, da sie die Grenzen des guten Geschmacks verlassen.

Schnell wird aus Humor Zynismus, der zentrale Normen und Moralvorstellungen verwirft und sich darüber lächerlich macht. Humor hilft zeitweise über extreme Situationen oder ausweglose Momente hinweg und kann auch als Selbstschutz dienen. Wenn man es schafft sich nicht so ernst zu nehmen, dann kann man über sich selbst lachen und Lachen ist bekanntlich gesund

Aufmerksamkeit

Aufmerksamkeit bedeutet für mich den Fokus auf bestimmte Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen und Handlungen zu legen, z.B. jemandem konzentriert zuhören.

Wie sehr wir um Aufmerksamkeit ringen kommt einem Aufmerksamkeitsdefizit Syndrom nahe, speziell dann, wenn man versucht mehrere Personen zu beeindrucken oder die Medien für sich gewinnen will. Egal ob positiv, negativ oder um abzulenken, Hauptsache es wird berichtet.

Sich in den Vordergrund stellen oder im Mittelpunkt stehen liegt nicht jedem. Manche möchten lieber unsichtbar bleiben, eigentlich schade, dass die «elegante» Contenance heute nicht mehr gefragt ist. Stattdessen werden nihilistische, egoistische Exzentriker bejubelt und in die höchsten Ämter gewählt. Weshalb?

Die Welt ist unruhiger geworden, Anschläge, Amokläufer und Extreme prägen das Alltagsbild und da wünschen wir uns «starke» Persönlichkeiten, die das Ruder in die Hand nehmen und dem politischen Establishment ordentlich einheizen.

Da kann man nur hoffen, dass in der Gesellschaft in den nächsten Jahren ein Umdenken stattfindet und man sich zurückbesinnt auf gemeinsame Werte und Persönlichkeiten, die auf leisen Sohlen daherkommen, nicht prahlen, sondern mit visionären Gedanken und Ideen ein Land in die Zukunft begleiten.

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge (Wilhelm Busch)

Eigeninitiative

Eigeninitiative bedeutet für mich aktiv werden und die Dinge selbst in die Hand nehmen. Wenn einem etwas im Leben nicht gefällt, dann kann man dies ändern und das geht nur mit Eigenantrieb und Disziplin.  

Es reicht nicht in einer Situation zu verharren und in Selbstmitleid zu zerfliessen, es gibt immer eine Möglichkeit etwas zu verbessern. Fühlt man sich nicht wohl in der Arbeit, dann muss man sich auf die Suche nach einer neuen Herausforderung begeben. Läuft etwas im Privatleben schräg, dann kann man den Versuch starten gemeinsam eine Lösung zu finden. Da kann schon ein Gespräch über die gegenseitigen Erwartungen helfen.

Apropos Erwartungen, unsere Gesellschaft hat immer höhere Erwartungen und je höher die Erwartung, umso schneller kann man enttäuscht werden. Vertraue in deine Fähigkeiten und gehe selbstsicher durchs Leben, dann ist das Glück ganz nah…

Besonnenheit

Besonnenheit bedeutet für mich auch in heiklen Momenten die Ruhe zu bewahren. Mit Gelassenheit und innerer Ruhe kann man schwierige Situationen besser meistern, da man keine vorschnellen und voreingenommenen Haltungen bzw. Entscheidungen trifft. Man sollte sich daher nicht aus der Fassung bringen lassen, auch wenn es schwerfällt und man mit seiner Selbstbeherrschung zu kämpfen hat. Geht nicht immer, aber ist erstrebenswert.


Bei allem, was du tust, gehe besonnen zu Werke und verwirre dich nicht durch Gedankenmenge, aber siehe, dass du stets die grössten Grundsätze im Auge behältst (Marc Aurel)

Mein Kniff beim Niederschreiben meiner Werke ist, das lebhafteste Anschauen oder das tiefste Empfinden, wann die gute Stunde es herbeigeführt hat, plötzlich im selben Moment mit der kältesten abstrakten Reflexion zu übergiessen und es dadurch erstarrt aufzubewahren, also ein hoher Grad von Besonnenheit. (Arthur Schopenhauer)

Freundlichkeit

Für mich bedeutet Freundlichkeit jemanden mit Anerkennung, Respekt und Wohlwollen zu begegnen. Es ist ja auch viel einfacher schlechte Laune zu haben. Man kann sich sogar eine gewisse Griesgrämigkeit angewöhnen, Gründe finden sich schnell dafür.

Es gibt Momente im Leben, in denen ist es viel anstrengender freundlich zu sein, denn wir müssen uns beherrschen können und eine gewisse Contennance an den Tag legen.

Manche sind auch nur so knallig unterwegs, weil sie ihre Macht präsentieren wollen. Getreu nach der Devise lieber hart und unerbittlich als weich und nachgiebig. Jeder muss da seinen eigenen Weg finden, doch bin ich lieber der positive Mensch als ein egoistisches ........ sie wissen schon was :)

Fleiss

Für mich bedeutet Fleiss zielstrebig auf etwas hinarbeiten. Ehrgeiz und Wille etwas dazuzulernen und die Ausdauer an einem Thema dranzubleiben bis die Aufgabe erfüllt ist.

Steve Jobs schätzen wir nicht als fleissig ein, sondern sprechen von seiner unermüdlichen Schaffenskraft und seinem Willen, den Markt zu beherrschen, den Konsum zu steuern, den Usern seiner Geräte diejenigen Produkte zu liefern, die ihre Erwartungen übertreffen. Steve Jobs gilt als exemplarische Führungspersönlichkeit mit einem unbändigen Gestaltungswillen und einem aussergewöhnlichen Unternehmungsgeist.

Computer und neue Technologien haben unsere Welt verändert, Industrieroboter viele Formen der Fleissarbeit übernommen. Fitnesstrainer nennen es lieber die nötige «Disziplin», die zum Erfolg führt.

«Ohne Fleiss kein Preis» (Autor unbekannt)

Gesundheit

Gesundheit bedeutet für mich morgens aufstehen zu können und seinem Spiegelbild ein Augenzwinkern zuzuwerfen. Meist spüren wir erst wie wichtig es ist gesund zu sein, wenn wir uns eine Grippe eingefangen haben und mit triefender Nase und Fieber im Bett liegen.

Gesundheit bedeutet auch körperlich, mentales und soziales Wohlbefinden. Wer krank ist, benötigt Unterstützung, Betreuung und Hilfe. Speziell im Alter werden wir gebrechlicher und uns suchen Krankheiten heim, gerade da ist es wichtig ein soziales Umfeld, wie z.B. den Partner oder Kinder in der Nähe zu haben.

Doch meist haben die Kinder auch ein eigenes Leben und das ist auch gut so. Wir können nicht erwarten, dass unsere Kinder automatisch für uns sorgen. Da leistet die Spitex und weitere Pflegedienste wie z.B. betreutes Wohnen einen grossen Beitrag. Die Freiheit in den eigenen vier Wänden kann sehr bedeutungsvoll sein und solange es geht soll es auch möglich sein.

Friedrich Nietzsche: “Gesundheit ist dasjenige Mass an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen.“

Vertrauen

Vertrauen bedeutet zweierlei für mich, zum einen Vertrauen in meinen Partner, Kinder und Freunde und zum anderen Selbstvertrauen.

Ausserhalb dieses Kreises braucht es mehr Zeit Vertrauen aufzubauen, da jeder nur an sich selbst und seinen Profit denkt. Mobbing, Missgunst und Neid sind ständige Begleiter, wenn man sich etwas erarbeitet hat und leisten kann. Ein wahrer Freund wird dich ein Leben lang begleiten und diese Freundschaft ist sehr wertvoll.

Mit einem gesunden Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen kann man seine Ziele einfacher erreichen und mit gewissen Hürden besser umgehen.

Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiss, dass man an seiner Stelle lügen würde. (Henry Louis Mencken)

Demut

Für mich bedeutet Demut sich selbst nicht so wichtig zu nehmen und zu erkennen und zu akzeptieren, dass es etwas Unerreichbares bzw. Höheres gibt.

Vor langer Zeit war Demut ein viel geschätzter Wert. Die Religion spielte eine wichtige Rolle und jeder Mensch sollte sich demütig vor Gott verhalten. Mit der Aufklärung ging diese Haltung verloren und der Mensch begann sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Demut bekam einen negativen Beiklang. Der Mensch wollte nicht mehr vor Anderen kriechen. Demut assoziierte man mit dieser Unterwürfigkeit und so verlor sie immer mehr an Wichtigkeit.

Wer allerdings mit Arroganz und Selbstüberschätzung durchs Leben geht, wird nicht weit damit kommen, denn wer auf Andere herabsieht, wird nicht respektiert. Geld und Erfolg machen noch keinen guten Menschen aus. Bescheidenheit und Genügsamkeit sind wichtig, um nicht immer nur den eigenen Vorteil und die eigenen Bedürfnisse an erster Stelle zu stellen.

Nur wer dienen kann, kann auch führen. (Albert Einstein)

Demut besteht nicht darin, sich geringer als die anderen zu fühlen, sondern sich von der Anmassung der eigenen Wichtigkeit zu befreien. (Matthieu Ricard).

Chancengleichheit

Chancengleichheit bedeutet für mich, dass alle Menschen die gleiche Chance bekommen sollten und nicht wegen des Geschlechts, Alters, Religion, Kultur, körperlicher Einschränkung oder sozialer Herkunft diskriminiert werden.
Das heisst allerdings nicht, dass ich gewisse Werteeinstellungen nicht aufs Schärfste verurteilen würde, dazu gehören vorallerdingen Gewalt, Extremismus und Zwang.

Chancengleichheit hat auch viel mit Gerechtigkeit zu tun, wird etwas als ungerecht empfunden, kann schnell der Frieden gefährdet sein, z.B. wenn «gleicher Lohn für gleiche Arbeit» nicht umgesetzt wird. Da drängt sich die Frage auf: «Gibt es überhaupt einen faireren Wettbewerb, der mit Anstrengung und Leistung zum gewünschten Erfolg oder Status führt?»

Ordnung

Ordnung, Struktur und Sauberkeit ist ein sehr angenehmer Zustand, allerdings bedeutet dies auch immer wieder aufzuräumen, zu putzen und und und im Prinzip Sisyphusarbeit, aber doch notwendig.

Manchmal lassen wir uns gehen und legen unerledigte Sachen beiseite oder schieben sie auf. Dinge, die wir eigentlich schon lange erledigen sollten, lassen wir liegen, weil wir uns doch lieber mit Angenehmerem ablenken. Das Problem dabei, es erledigt sich leider nichts von allein.

Die Vereinbarkeit von Familie- Privat- und Berufsleben (#worklifebalance) ist eine Kunst, denn nur wer es schafft, sich gut zu organisieren, wird glücklich und zufrieden sein können.

Empathie

Empathie

Empathie ist für mich das Einfühlungsvermögen in die andere Persönlichkeit und dessen Perspektiven einzunehmen und nicht zu urteilen.

Um mit jemandem fühlen zu können, muss man sich selbst kennen z.B. wie geht man mit Verlust und Trauer um, wie mit Schmerzen, Freude oder Leidenschaft.

Empathie ist das Fundament zwischenmenschlicher Beziehungen. Ein Mensch, der erkennt was andere fühlen, kann versteckte Signale im Verhalten anderer erkennen und herausfinden, was sie brauchen oder wollen.

Empathie bedeutet

mit den Augen des anderen zu sehen

mit den Ohren des anderen zu hören

mit dem Herzen des anderen zu fühlen

Achtsamkeit

Für mich bedeutet Achtsamkeit dem Gegenüber meine ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Dem Anderen zuhören und sich die Zeit nehmen die Beweggründe seines Denkens und Handelns zu verstehen.

Achtsamkeit ist für mich auch ein Reflektieren und Insichkehren, um immer wieder seinen eigenen Ruhepol wiederzufinden. Diesbezüglich fällt mir natürlich sofort folgende Weisheit aus dem Talmud ein:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.


Wer mit sich im Reinen ist, der kann der Welt mit einer gewissen Gelassenheit entgegentreten. (Isabell Landolfo)

Toleranz

Toleranz bedeutet für mich das Anderssein des anderen zu akzeptieren und zu dulden. Je nach dem wie ausgeprägt die Irritation ist, muss man sich mehr oder weniger überwinden.

Gemäss dem polnischen Philosoph Leszek Kolakowski: "Toleriert wird, was aus Mangel an Mitteln nicht zu besiegen ist. Und jene, die toleriert werden, verdanken dies meist Ihrer Stärke, die es den Gegnern nicht erlaubt, sie gänzlich zu vernichten."

Laut Publizist David Goodhart gibt es die Anywheres, dies sind die "Mobilen" die der Welt mit Offenheit begegnen und als qualifizierte Fachkräfte tendenziell überall einsetzbar sind und dann gibt es die Somewheres, dies sind die Sesshaften, die stärker mit ihren Orten, Familien und Milieus verbunden sind. Für die Weltbürger steht die Freiheit an erster Stelle, für die Sesshaften die Sicherheit. Wer seid Ihr?